Forschungsprojekte fremdfinanziert
Es gibt immer wieder Menschen, die gerade studiert haben und bereits über Ideen verfügen, die sich zu wahren Goldminen entwickeln können. Die Idee existiert bereits, der junge Forscher weiß in welche Richtung er alles lenken muss aber das Produkt muss noch entwickelt und erforscht werden. Somit steht der Forscher vor dem Problem, dass er über ein Forschungsprojekt verfügt aber nicht die Mittel hat, um dieses Projekt auch zu erforschen. Er braucht vielleicht Labore, spezielle Fertigungseinrichtungen oder möchte über bestehende Patente verfügen, die er dann aber bezahlen muss. Kurz und knapp: Die notwendigen Mittel stehen nicht zur Verfügung.
Wenn dieser Mensch über keine Sicherheiten verfügt wird er in dieser Situation auch nicht fremd finanziert da es einfach zu vage ist in eine Forschungsarbeit zu investieren. Wer kann einem den Erfolg garantieren? Das Kreditinstitut kann sich gegen einen Zahlungsausfall auch nicht versichern. Dem jungen Forscher bleibt nun nur noch die Möglichkeit andere, Teilhaber mit in sein Boot zu holen. Er kann sich mit seiner Idee an einen Konzern verkaufen und wird sein Leben lang nur Gehalt kassieren, selbst wenn seine Ideen Milliarden umsetzen. Somit muss er versuchen in einem Unternehmen unter zu kommen, in dem er an einem eventuellen Erfolg beteiligt wird. Dieses ist alles eine Auslegungssache der Verträge.
Wenn nun aber das Unternehmen, in dem der Forscher unter gekommen ist, auch nicht über die nötigen liquiden Mittel verfügt um das Forschungsprojekt zu finanzieren, dann wird eine Fremdfinanzierung möglich, solange die Firma Sicherheiten bieten kann. Keine Bank würde für ein vages Forschungsprojekt Gelder bewilligen. Die Forschungen können zum Ergebnis führen, vielleicht auch nicht, vielleicht braucht es aber auch drei mal soviel Einsatz, bis das Ergebnis vorliegt. Unter diesen Vorraussetzungen kann die Bank die Kredite nicht bewilligen. Sie braucht etwas handfestes, etwas, dass sie veräußern kann, wenn der Kredit geplatzt ist. Wenn sich das Forschungsprojekt in mehrere Patente unterteilt und diese einen Wert haben, dann wäre dieses auch die einzige Möglichkeit der direkten Fremdfinanzierung. Aber selbst dann wird das Kreditinstitut vorsichtig sein, da auch weitere Patente gemacht werden können durch die dann die bestehenden Patente umgangen werden können.
Wenn dem Kreditinstitut nicht etwas Greifbares gegeben werden kann, dann wird dieses auch kein Geld aus spucken. Wenn das Forschungsprojekt somit noch keinen greifbaren Erfolg hat und dieses ist in den meisten Fällen so, dann gibt es keine Kredite.
Größere Konzerne investieren auch kräftig in Forschung und leben immer wieder bereits auf Kredit. Das Geld für die Forschung könnte auch eingespart werden um weniger Kredite aufnehmen zu müssen. Somit könnte gesagt werden, dass das Forschungsgeld fremdfinanziert wird. Dieses ist aber nicht so, da die Konzerne für die Kredite greifbare Sicherheiten bieten. Auch hier wird die Forschung nur indirekt über Kredite voran getrieben.
Sinnvoller für den Forschenden in seiner Firma wäre es, wenn versucht wird Fördergelder ein zu treiben. Wenn sich die Forschung auf Nachhaltigkeit versteht, dann wären Fördergelder durchaus denkbar. Auch wenn ein Nutzen für die allgemeine Wirtschaft gesehen werden kann, dann kann eine Förderung durch staatliche Stellen erfolgen, da der Staat immer an Vorteilen für die Wirtschaft interessiert ist. Auch kann versucht werden mit der Hilfe von Universitäten zu forschen. An jeder Universität, die etwas auf sich hält, wird geforscht. Wenn das Forschungsprojekt nun zum Themengebiet einer Universität passt, dann kann es durchaus sein, dass es zu einer Gemeinschaftsarbeit kommen kann. Da es in der Forschung immer das wichtigste ist schneller als alle anderen zu sein sollten solche Hilfen unbedingt genutzt werden, wenn sie sich anbieten. Wer sich Zeit läst, der kann sich sein fertiges Produkt bei der Konkurrenz ansehen, die damit den Markt überschwemmt. weiterführenden Infos: Deutsche Forschungsinstitutionen auf einen Blick